Erziehungspartnerschaft

Bildungs- und Erziehungspartnerschaft von Elternhaus und Schule

(Stand: Februar 2018)

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A Leitsätze

Entsprechend dem Leitbild des Karlsgymnasiums beruht die Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen Schule und Elternhaus auf folgenden Eigenschaften:

- wertschätzend

Der Umgang miteinander ist von Achtung, Toleranz und Respekt geprägt

- offen und kritikfähig

Unsere Aktivitäten und Ziele stehen in einem ständigen Prozess konstruktiver Diskussion. Der Gesprächsprozess wird durch Offenheit, Gesprächsbereitschaft und Kritikfähigkeit getragen.

- kooperativ

Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Sozialpädagogen arbeiten in allen Belangen in den schulischen Gremien und Arbeitskreisen sowie mit den außerschulischen Partnern vertrauensvoll zusammen.

B Schulspezifische Gegebenheiten

Das Karlsgymnasium München ist ein sprachlich humanistisches Gymnasium mit einem vielfältigen musischen Angebot. Es gehört mit seinem mehr als 100jährigen Bestehen zu den Traditionsschulen des Münchner Westens und wird von den Eltern besonders geschätzt. Mit etwa knapp 700 Schülerinnen und Schülern ist es eine eher kleine Schule, in der es ein insgesamt gutes Verhältnis zwischen den Schülern und Lehrern und offene, unkomplizierte Kontakte zwischen den Eltern und Lehrern gibt.

Die seit einigen Jahren eingerichtete Schulsozialarbeit bemüht sich, in Zusammenarbeit mit den Eltern, Problemen der Schülerinnen und Schüler möglichst frühzeitig präventiv zu begegnen.

Die Schüler-Mit-Verantwortung (SMV) trägt durch die Organisation und Ausrichtung verschiedener Feste und Veranstaltungen zu einem abwechslungsreichen Alltag und gutem Klima in der Schule bei. Des Weiteren vertritt sie die Interessen der Schülerschaft sowohl in internen als auch externen Belangen.

Der Elternbeirat bietet der Schule stets seine Zusammenarbeit an. Neben der Teilnahme an Arbeitskreisen und der Einbindung in Fragen der Schulentwicklung geht es ihm in erster Linie darum, den gesetzlich gefassten Erziehungsauftrag der Schule mit dem umfassenden Erziehungsauftrag der Eltern zu verbinden, um ein Einvernehmen zum Wohl der Kinder herzustellen. Die Einbindung des Elternbeirats in Fragen der Schulentwicklung und seine Teilnahme an Arbeitskreisen ist eine Selbstverständlichkeit.

Seit Jahren kann die Schule auf den Förderverein bauen, der sich für die Interessen des Karlsgymnasiums einsetzt und sie unterstützt. Beispielsweise organisiert der Förderverein Vorträge externer Fachleute, die Lehrer und Eltern gleichermaßen interessieren und weiterbilden.

C Ziele und Wege für das Zusammenleben an der Schule

Die primäre Aufgabe der Schule ist, den Schülern Bildung zu vermitteln, sie über mannigfaltige Sachverhalte aufzuklären und ihnen zu helfen, sich zu eigenständig denkenden und handelnden Menschen zu entwickeln. Darüber hinaus hat Schule den gesellschaftlichen Auftrag, ihren Absolventen das Rüstzeug mitzugeben, in einer freien, demokratischen Gesellschaft Fuß zu fassen.

Die Schulgemeinschaft

Ziele:

  1. Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrkräfte fühlen sich am KGP willkommen und erkennen es als gemeinsamen Arbeits- und Lernbereich an.
  2. Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrkräfte gestalten gemeinsam „Schule als Arbeits-, Lern- und Lebensraum“.

Wege, z.B.

  • „Einstandsfest“ für die 5.Klassen
  • „Neujahrsempfang“ des Elternbeirats für alle Lehrkräfte mit dem Ziel der informellen Kontaktpflege
  • Konzerte
  • Adventsbasar
  • Sommerfest
  • Ehrungen sozial engagierter Schülerinnen und Schüler
  • Möglichkeit, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken, z.B. durch Verwendung des Karlslogos (Eule) auf verschiedenen „Werbeträgern“ (T-Shirts, Hausaufgabenhefte etc.), die von Schülerschaft, Eltern und Lehrkräften genutzt werden können

Die Kommunikation

Ziele:

  1. Die Eltern werden rechtzeitig über gemeinsame Termine und umfassend über relevante Themen informiert.
  2. Elternabende dienen dem Dialog zwischen Eltern und Lehrkräften, um in gemeinsamer Aussprache über mögliche Anliegen innerhalb einer Klasse nach Lösungen zu suchen.
  3. Die Besprechung persönlicher Anliegen erfolgt in vertrauensvoller Atmosphäre.

Wege, z.B.:

  • Information erfolgt über eine regelmäßig aktualisierte Homepage mit entsprechendem internen Bereich, der nur der Schülerschaft, den Eltern und den Lehrkräften des KGP zugänglich ist
  • Elternrundschreiben (auch auf der Homepage einsehbar)
  • themenbezogene Informationsveranstaltungen gekoppelt mit Elternabenden
  • Vermittlung grundlegender Gepflogenheiten am KGP durch die Gestaltung des ersten Informationsabends für Eltern der Schülerinnen und Schüler in den 5. Klassen
  • bei Bedarf Verbesserung der Kommunikation durch regelmäßige Evaluation des Konzepts der Elternabende in den anderen Jahrgangsstufen
  • wöchentliche Sprechstunde der Lehrkräfte, bei Bedarf auch flexibler Termin oder Emailkontakt über das Sekretariat
  • Elternsprechtage

Die Kooperation

Ziel:

Jede Schülerin, jeder Schüler soll bei schulischen oder altersbedingten Problemen eine für sie/ihn passende Unterstützung finden, jede Schülerin/jeder Schüler soll eine ihren/seinen Begabungen entsprechende Förderung erhalten.

Wege, z.B.:

  • Förderung durch Fachlehrerinnen und –lehrer und Maßnahmen der Begabtenförderung
  • abgestimmte Beratungsangebote des Beratungs- und Betreuungsteams (Schulpsychologe, Beratungslehrerin, Grundschullotsin, Schulsozialarbeiterin)
  • Vorträge des Fördervereins und Fortbildungen zu relevanten Themen (Pubertät; Essstörungen; Autismus u.a.)

Die Beteiligung der Schulgemeinschaft

Ziel:

Eltern, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler tragen gemeinsam zur konsequenten Umsetzung des Schulprofils bei.

Wege, z.B.:

  • Klassensprecher
  • SMV-Arbeit
  • Klassenelternsprecher
  • Elternbeirat
  • Schulforum
  • Unterstützung der Projekttage und P-Seminare durch Experten

D Ausblick

Die Erziehungspartnerschaft ist ein kontinuierlicher Prozess. Darum sollte er im Hinblick auf die Qualität und Gültigkeit der Grundsätze in regelmäßigen Abständen überprüft und gegebenenfalls modifiziert werden.